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Jahresbericht 2017 Risikoausgleich

Kurzfassung

Das Parlament hat im März 2017 entschieden, die Prämienbelastung der jungen Erwachsenen zu reduzieren. Die Entlastung ist über den Risikoausgleich vorzunehmen. Der Entscheid des Bundesrates für die entsprechende Änderung der Verordnung über den Risikoausgleich (VORA) ist noch ausstehend. Die Entlastung der jungen Erwachsenen gilt voraussichtlich bereits ab dem Risikoausgleich 2019.


Neben der ordentlichen Durchführung des Risikoausgleichs hat sich die Gemeinsame Einrichtung KVG im Berichtszeitraum insbesondere mit Vorbereitungsmassnahmen für den am 1. Januar 2020 in Kraft tretenden Risikoausgleich mit pharmazeutischen Kostengruppen (Risikoausgleich PCG) befasst. Dabei standen die Entwicklung der neuen Software (SORA PCG) sowie die Information der Versicherer über den Risikoausgleich PCG bzw. über die in den Jahren 2018 und 2019 für diesen Risikoausgleich geplanten Probeläufe im Vordergrund. Die Entwicklung der neuen Software befindet sich gegenwärtig in der Endphase. Die Applikation wird somit rechtzeitig für den in der zweiten Hälfte des Jahres 2018 stattfindenden ersten Probelauf zur Verfügung stehen.

Im Jahr 2017 wurde der Risikoausgleich 2016 berechnet. Wie erwartet hat dabei das Umverteilungsvolumen mit CHF 1,713 Mrd. einen neuen Höchststand erreicht (+ CHF 72 Mio. gegenüber Risikoausgleich 2015).

Die Versicherer mussten der Gemeinsamen Einrichtung KVG im Jahr 2017 ihre Daten 2016 in zwei Versionen liefern. Für den Risikoausgleich 2016 waren die Daten mit den Faktoren Alter, Geschlecht und Aufenthalt in einem Spital oder Pflegeheim im Vorjahr zu liefern. In den Daten 2016 für den Risikoausgleich 2017 war zusätzlich der Faktor Medikamentenkosten im Vorjahr zu berücksichtigen.