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Prämienverbilligung

für in der Schweiz in der obligatorischen Krankenversicherung versicherte Bezüger und Bezügerinnen einer Schweizer Rente, welche in einem Staat der EU wohnen

 

Wer zwar in der Schweiz versichert, aber nicht wohnhaft ist und in bescheidenen wirtschaftlichen Verhältnissen lebt, hat Anspruch auf Verbilligung der Krankenversicherungsprämien. Damit soll die Prämienbelastung der Krankenversicherung eines Haushaltes auf einer vertretbaren Summe gehalten werden.

Eine Prämienverbilligung für Rentenbezüger (in bescheidenen wirtschaftlichen Verhältnissen) mit Wohnsitz in der EU bzw. in Island oder Norwegen wird ausgerichtet, wenn folgende Anspruchsvoraussetzungen erfüllt sind:

  • In der Schweiz nach KVG versichert
  • Jahresprämien (inklusive die der nichterwerbstätigen Familienangehörigen) der Krankenversicherung übersteigen 6% ihres Bruttorenteneinkommens (Renteneinkommen, Unterhaltsbeiträge, Vermögenserträge)
  • das anrechenbare Vermögen (inklusive dasjenige der Familienangehörigen) übersteigt den Wert von CHF 100‘000.- beziehungsweise CHF 150‘000.- für Haushalte mit Kindern nicht

Auszahlung

Die Beiträge werden durch die Gemeinsame Einrichtung KVG direkt dem schweizerischen Krankenversicherer vergütet. Der Krankenversicherer reduziert die Prämien rückwirkend ab Anspruchsbeginn um den entsprechenden Betrag.

Eine direkte Auszahlung an die Versicherten erfolgt nicht. Die Prämienverbilligung muss jährlich neu beantragt werden, da keine automatische Meldung erfolgt.

Berechnungsbeispiel 2014

Bezüger einer Schweizer Rente mit Wohnsitz in Deutschland, alleinstehend

  CHF
Reinvermögen 50'000
Renteneinkommen aus der AHV/IV 22'200
BVG-Rente 21'000
Total Einkommen 43'200
Massgebendes Einkommen Umrechnung des Einkommens auf Kaufkraft (Faktor 100/64) 67'500
massgebende Durchschnittsprämie CHF 343.- x 12 4'116
max. jährliche Prämienbelastung gemäss VPVKEG (6% vom massgebenden Einkommen) 4'050
Prämienverbilligung / Jahr (Differenz) 66
Prämienverbilligung / Monat (gerundet) 5.50

(Da das Vermögen CHF 100'000 nicht übersteigt, ist der Anspruch gerechtfertigt)